Einrichtung der Christoph Schlingensief-Gastprofessur


Als neue Initiative im Bereich der Performing Arts richtet die Kunststiftung NRW an der Ruhr-Universität Bochum gemeinsam mit dem dortigen Institut für Theaterwissenschaft eine Gastprofessur im Masterstudiengang Szenische Forschung ein. Benannt ist die Professur nach Christoph Schlingensief, der als eine der profiliertesten, wagemutigsten und vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten im nationalen und internationalen Kulturleben gilt.


Im Rahmen der Christoph-Schlingensief-Gastprofessur werden international renommierte Künstlerinnen, Künstler und Kollektive nach Bochum eingeladen, um hier mit den Studierenden den aktuellen Stand der Performing Arts praxisorientiert zu erforschen und zu diskutieren. Auf diese Weise verbinden sich Forschung und Vermittlung von theoretischen und praktischen Kompetenzen mit dem Ziel, die junge Szene in NRW durch externe Exzellenz professionell zu entwickeln und der Öffentlichkeit vorzustellen.


Am 09. Februar 2015 wurde die Gastprofessur in Bochum vorgestellt. Beim Festakt sprachen Prof. Dr. Elmar W. Weiler, Rektor der Ruhr-Universität Bochum, Dr. Ursula Sinnreich, Generalsekretärin der Kunststiftung NRW, Jun.-Prof. Dr. Sven Lindholm, Leiter des Masterstudiengangs Szenische Forschung, Prof. Dr. Ulrike Haß, Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Theaterwissenschaft, sowie Dr. Ulf Otto, Universität Hildesheim.


Aino Laberenz, Künstlerin, Mitbegründerin des Operndorfes in Burkina Faso und Ehefrau von Christoph Schlingensief, gab ihre Zustimmung, die Professur nach ihrem 2010 verstorbenen Mann „Christoph Schlingensief-Gastprofessur für Szenische Forschung“ zu benennen. Sie trägt damit den Namen eines der vielseitigsten deutschen Künstlers der Gegenwart. Bei der Feier zur Einrichtung der Gastprofessur am 09.02. im Bochumer Tor5 war sie per Videobotschaft zugeschaltet.


Seit ihrer Gründung 1989 fördert die Kunststiftung NRW herausragende künstlerische Projekte in und aus Nordrhein-Westfalen. Dabei bildet die nationale und internationale Profilierung der künstlerisch avancierten jungen Szenen einen Schwerpunkt ihrer Förderaktivitäten.