Haegue Yang: ETA 1994–2018
Wolfgang-Hahn-Preis 2018
Museum Ludwig Köln


Porträt Haegue Yang © Haegue Yang, Foto: Studio Haegue Yang.



2018 zeich­net die Ge­sellschaft für mod­erne Kunst am Mu­se­um Lud­wig Haegue Yang mit dem Wolf­gang-Hahn-Preis aus. Mit der weltweit er­sten Über­blick­sausstel­lung der Kün­st­lerin präsen­tiert das Mu­se­um Lud­wig die Viel­falt ihres ge­samten Schaf­fens an­hand von über 120 Werken: von ak­tions­ge­bun­de­nen Ob­jek­ten der 1990er Jahre über Lack­bilder, Fo­to­gra­fien, Pa­pi­er- und Videoar­beit­en, an­thro­po­mor­phe Skulp­turen und per­for­ma­tive Werke bis hin zu raum­greifen­d­en In­s­tal­la­tio­nen.


Die Abkürzung ETA ste­ht in­ter­na­tio­n­al un­ter an­derem für „Es­ti­mat­ed Time of Ar­ri­val“. So ver­weist der Ausstel­lungsti­tel bere­its auf eine kün­st­lerische Lauf­bahn im Tran­sit und die per­ma­nen­ten Ortswech­sel ein­er Kün­st­lerin, die par­al­lel Ate­liers in Seoul und Ber­lin be­treibt und seit 1994 in­ter­na­tio­n­al ausstellt.

Mit ihrem viel­seiti­gen Œu­vre ver­ste­ht es Haegue Yang, sich ein­er ein­deuti­gen Zuschrei­bung zu entzie­hen. Ihre Ar­beit­en sind zum ei­nen in­sti­tu­tion­skri­tisch, konzeptuell und reich an kul­turhis­torischen Ref­erenzen sowie gleichzeitig sinn­lich kom­plex und emo­tio­n­al aufge­la­den. Auf über 1500 Qua­drat­me­tern Fläche er­streckt sich eine um­fassende Über­blick­sausstel­lung, deren räum­liche Szeno­gra­fie die konzeptuelle Dy­namik der Ar­beit­en auf­greift. Hi­er­durch ent­ste­ht der Charak­ter eines Ge­samtkunst­w­erks – in sich stim­mig, aber voller Dis­so­nanzen.



Haegue Yang (*1971 in Seoul) lebt und ar­beit­et in Ber­lin und Seoul. Seit 2017 un­ter­richtet sie an der Städelschule, an der sie selbst ab 1994 bei Ge­org Herold als Meis­ter­schü­lerin studiert hat. An der Venedig-Bien­nale 2009 war sie dop­pelt beteiligt (in der pro­gram­ma­tischen Ausstel­lung fare mon­di und durch eine Einzel­präsen­ta­tion im ko­re­anischen Pav­il­lon); 2012 nahm sie an der dOC­U­MEN­TA (13) teil. Ihre let­zten in­sti­tu­tionellen Einze­lausstel­lun­gen fan­den u. a. in fol­gen­den In­sti­tu­tio­nen statt: Kun­sthaus Graz (2017/2018), KINDL – Zen­trum für Zeit­genös­sische Kunst, Ber­lin (2017), Cen­tre Pompi­dou, Paris (2016), Ser­ralves Mu­se­um of Con­tem­po­rary Art, Por­to (2016), Ham­burg­er Kun­sthalle (2016), Ul­lens Cen­ter for Con­tem­po­rary Art, Pek­ing (2015), Leeum, Sam­sung Mu­se­um of Art, Seoul (2015), Bon­n­er Kun­stverein (2014), Au­bette 1928 und Mu­se­um für Mod­erne und Zeit­genös­sische Kunst, Stras­bourg (2013), Haus der Kunst, München (2012), Kun­sthaus Bre­genz (2011), New Mu­se­um, New York (2010) und Walk­er Art Cen­ter, Min­neapo­lis (2009). Zu­dem wird sie 2018 an der 21. Bien­nale in Syd­ney und der 10. Liv­er­pool Bien­nale teil­neh­men. Ihre er­ste Werkschau in Nor­dameri­ka ist in Vor­bere­i­tung für 2019 im Mu­se­um of Con­tem­po­rary Art in Los An­ge­les.


Mit dem Wolf­gang-Hahn-Preis zeich­net die Ge­sellschaft für Mod­erne Kunst am Mu­se­um Lud­wig e.V. jähr­lich außergewöhn­liche zeit­genös­sische Kün­stlerin­nen und Künstler aus. Das Preis­geld fließt in den Er­werb eines Werks oder ein­er Werk­gruppe der Künstlerin oder des Künstlers zu­gun­sten der Samm­lung des Mu­se­um Lud­wig. Die Preisträgerin­nen und Preisträger wer­den außer­dem mit ein­er Ausstel­lung im Mu­se­um gewürdigt.


Die Ausstellung wurde von der Kunststiftung NRW gefördert.



Ausstellungsdauer: 18. April bis 12. August 2018

Museum Ludwig

Hein­rich-Böll-Platz
50667 Köln


Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie hier



Haegue Yang, Mountains of Encounter, 2008, Aluminiumjalousien, Aluminiumhängestruktur, Pulverbeschichtung, Stahlseil, bewegliche Scheinwerfer, Flutlichtstrahler, Stehleiter, Kabel, 453 x 730 x 1045 cm. Installationsansicht Kunstverein in Hamburg, 2008 © Haegue Yang, Foto: Fred Dott, Hamburg.



Haegue Yang, Series of Vulnerable Arrangements - Seven Basel Lights, 2007, verschiedene Materialien, Maße variabel. Hamburger Kunsthalle. Geschenk der Baloise Versicherungsgruppe 2007 © Haegue Yang, Courtesy Galerie Barbara Wien, Berlin. Foto: Photographie Services, Basel.