Die Thomas-Kling-Poetik-Dozentin Anja Utler
liest in Bonn





Auf Anja Utler trifft zu, was die große dänische Lyrikerin Inger Christensen einmal über die Grundlage ihres Schreibens äußerte: »Eine unabweisbare Gewissheit, dass die Sprache eine direkte Verlängerung der Natur ist. Dass ich dasselbe ‚Recht‘ hatte zu sprechen, wie der Baum Blätter zu treiben.« Nicht umsonst setzen viele Gedichte Anja Utlers bei der körperlichen Dimension der Sprache, beim Sprechen an: Es schaffe Gegenwart, Anwesenheit. Zugleich erkundet sie in ihren Texten die elementaren Beziehungen zwischen dem Ich und der Welt – mal spröde-fragil, mal spielerisch-fließend.


Anja Utler, 1973 in Schwandorf in der Oberpfalz geboren, hat neben Anglistik und Slawistik auch Sprecherziehung studiert. Für ihr Werk hat sie etliche Preise gewonnen, darunter den Leonce-und-Lena-Preis, den Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel- und Radiokunst sowie den Basler Lyrikpreis. Darüber hinaus hat Anja Utler Dichterinnen wie Anna Achmatova oder Anne Carson übersetzt. Im Gespräch mit Thomas Fechner-Smarsly stellt Anja Utler, die im Wintersemester 2018/19 die Thomas-Kling-Poetikdozentur an der Universität Bonn innehat, ihre Arbeit vor: ein Werk, in das das Performative ebenso natürlich einfließt wie die griechische Mythologie.


Text: Literaturhaus Bonn


Die Veranstaltung wird von der Kunststiftung NRW gefördert.



Termin:


Der Luftstrom zwischen Stimmritze und Gaumensegel

Lesung  der Thomas-Kling-Poetikdozentin Anja Utler

Moderation: Thomas Fechner-Smarsly


Montag, 3. Dezember 2018 um 19.30 Uhr


Buchhandlung Böttger

Thomas-Mann-Straße 41

53111 Bonn