Ein Gespräch stiften 3.3


Seien Sie dabei, wenn die Kunststiftung am 9. November 2016 um 18 Uhr - zum letzten Mal in diesem Jahr - wieder ein Gespräch stiftet.


Auf dem Podium diskutieren


Andrea Knobloch, Künstlerin, Vorstand Deutscher Künstlerbund, Düsseldorf

Kathrin Tiedemann, Künstlerische Leiterin / Geschäftsführerin fft Düsseldorf

Christian Boros, Kunstsammler und Werbeunternehmer, Berlin / Wuppertal

Dr. Hanno Rauterberg, stellvertretender Feuilletonchef der Wochenzeitung "Die Zeit", Hamburg


mit dem kulturpolitischen Reporter Peter Grabowski über die „Positionsbestimmung ohne Kompass“. Unter dem Titel „Das muss die neue Kunst sein?!“ geht es an diesem Abend um die Frage, was Kunst „im Innersten zusammenhält“ – sprich, wie einerseits ihr Eigenwert fassbar wird – und wie andererseits ökonomische und gesellschaftliche Faktoren ihren öffentlichen Wert bestimmen.


Die Podiumsdebatte wird im Rahmen der Kulturpartnerschaft mit WDR 3 für die Sendung 'Forum' aufgezeichnet. Der voraussichtliche Ausstrahlungstermin ist Sonntag, der 27. November, um 19.05 Uhr.


In der Reihe „Ein Gespräch stiften“ thematisiert die Kunststiftung NRW zeitlose Fragen in aktuellen Zusammenhängen. Sie fördert damit den Dialog über die großen Entwicklungen, denen Kunst und Kultur aktiv begegnen sollten, wenn sie sich äußeren Zwängen und fremden Interessen nicht immer nur beugen wollen.


Im Jahr 2016 beschäftigen wir uns mit der Funktion und Funktionalisierung von Kunst für andere Zwecke als ihren eigenen. Im Mittelpunkt dieses Podiums dazu stehen die Perspektiven von Künstlern, Sammlern und Beobachtern des Betriebs.


Flüchtlinge integrieren, die Kinder stark und gegen Rechts mobil machen: Es mangelt nicht an Ideen, was die Kultur insgesamt aktuell für die Gesellschaft zu leisten habe. Das Theater wird zum Ort Kultureller Bildung, der Integration und Experimentallabor des Digitalen. Und die Bildende Kunst ist sowieso in aller Munde, wenn über Auktionsrekorde gestaunt und über Kunstverkäufe der öffentlichen Hand gestritten wird. Nur von der „Kunst“ im engeren Sinne, von ihrer Qualität und Ästhetik, ist auffallend selten die Rede. Während ihr viel beschworener Eigenwert weiterhin kaum fassbar scheint, wird ihr öffentlicher Wert zunehmend von ökonomischen oder gesellschaftlichen Funktionen bestimmt.


Peter Grabowski


Die Rolle von Kunst und Kultur zu Beginn des 21. Jahrhunderts verändert sich - höchste Zeit für eine öffentliche Debatte darüber, wer welche Ansprüche formuliert, begründet oder bereits durchsetzt.